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Mahn- und Solidarfeuer in Europa am 15.09.2017

 

Der Förderverein der Deutschen Schafhaltung e. V. (FDS) bittet Sie, bei der europaweiten Aktion „Mahn- und Solidarfeuer“ für die eingeschränkte Ausbreitung der Wölfe mitzumachen.

Diese europaweite Aktion soll einmalig am Freitag, den 15.09.2017 ab 19.30 Uhr stattfinden.

Viele Weidetierhalter wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll, schreibt der für die Aktion federführende Förderverein der Deutschen Schafhaltung e. V. „Wölfe werden zu einer ernsten Bedrohung für den Fortbestand der artgerechten Weidetierhaltung in ganz Europa“, heißt es in dem Aufruf.

Zäune, Hirten und Herdenschutzhunde sind weder bezahlbar, noch wirklich eine Alternative in der dichtbesiedelten Kulturlandschaft! „Deshalb wollen wir mit unseren Mahnfeuern und Solidarfeuern gegen die Wölfe ein deutliches Zeichen setzen, das unsere Politiker in ganz Europa wahrnehmen müssen“, so der Verein und ruft Landwirte in ganz Europa auf mitzumachen: „Wenn Sie die Möglichkeiten haben, organisieren Sie doch bitte auch eine solche Aktion! Es geht um ein Signal an alle Landesregierungen, an die Bundespolitiker und an die EU.

„Lasst überall in Europa Feuer brennen!“

Lasst überall in Deutschland und Europa die Feuer brennen, um auf unsere Anliegen aufmerksam zu machen und um ins Gespräch zu kommen: Informations- und Gedankenaustausch bringen uns weiter!

 

„Hände weg vom Eigentum“

 

Aufruf zur Protestversammlung am 24.08.2017 um 16:00 Uhr vor dem Thüringer Landtag in Erfurt

 

Wiederholt wurden und werden Eigentümer des „Grünen Bandes Thüringen“ von Frau Siegesmund in den Entscheidungsprozess nicht mit einbezogen. Mit dem Umgang des Eigentums, wie es DIE GRÜNEN sehen, wird gegen das Grundgesetz und den Eigentumsschutz verstoßen.

Weiterhin möchte Frau Siegesmund weitere Waldflächen in Thüringen dauerhaft der forstwirtschaftlichen Nutzung entziehen. Der TVJE e. V. und seine Mitglieder lehnen dies ab. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass nachhaltig bewirtschaftete Wälder und das daraus genutzte Holz eine bessere Bilanz aufweisen als unbewirtschaftete Wälder. Die Ausweitung neuer Wildnisgebiete führt nicht zu mehr Artenschutz. Vielmehr werden Arbeitsplätze vernichtet, Steuereinnahmen reduziert und letztlich die Abholzung echter Urwälder gefördert.

Anlässlich des Jahresempfangs der Grünen Fraktion am 24.08.2017 im Thüringer Landtag bitten wir alle Grundeigentümer und Bürger, die Ihren Unmut gegenüber DIE GRÜNEN kundtun möchten, diesen Termin wahrzunehmen. Wir bitten um rege Beteiligung. 

Erhöhte Wachsamkeit nach Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Tschechien

Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei verendeten Wildschweinen Ende Juni in Tschechien bittet der TVJE die Vorstände der Jagdgenossenschaften und alle Inhaber jagdbarer Flächen um eine erhöhte Wachsamkeit zur Vermeidung des Übergreifens des Virus auf die heimischen Nutztierbestände. Eine Infektion verläuft für Schweine stets tödlich, für Menschen ist ASP ungefährlich.

Der TVJE hat gemeinsam mit dem Landesjagdverband und dem Thüringer Bauernverband die staatlichen Stellen aufgefordert, Anreize zur intensiveren Schwarzwildbejagung zu schaffen und unbürokratisch eine Aufwandsentschädigung bei Probenahmen zu regulieren.

Besonders für Landwirte und Jäger haben das zuständige Thüringer Gesundheitsministerium und der TBV entsprechende Informationen veröffentlicht.

Detlef Sommer

TVJE-Geschäftsführer

Ein Rinderknochen für Ramelows Attila

Der Thüringer Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirkinhaber (TVJE) wurde vor zwei Jahrzehnten gegründet / Ministerpräsident Bodo Ramelow gratulierte / Peter Leicht erneut Präsident

Als Ministerpräsident Bodo Ramelow zum offiziellen Teil der Mitgliederversammlung des Thüringer Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirkinhaber (TVJE) im Carl-Zeiss-Saal der Messe Erfurt ans Rednerpult trat, konnte er sich eine Vorbemerkung nicht verkneifen. So viele Präsidenten habe er selten in einer Versammlung gesehen, meinte er nach deren kurzen Grußworten zum Jubiläum des im Mai 1997 auf Initiative des Thüringer Bauernverbandes (TBV) gegründeten Verbandes. Die Spitzen der Thüringer Interessenvertretungen der Bauern, Jäger und Waldbesitzer waren gekommen, um dem Verband der Eigentümer jagdbarer Flächen zu gratulieren. Gemeinsam mit dem am Vormittag erneut gewählten TVJE-Präsident Peter Leicht sowie dem Ehrenpräsident Helmut Hercher saßen, samt Ramelow, tatsächlich sechs Präsidenten im Plenum. Und was nicht erwähnt wurde, aber anzumerken wäre, fast ausschließlich Bauern. Manche auch Jäger. Mit TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner, der an diesem 01. April 2017 auf seine erst 120 Tage Amtszeit verwies und TVJE-Präsidiumsmitglied René Kolbe auch zwei Geschäftsführer von Agrarunternehmen (in Erfurt Mittelhausen und Pahren), die der jüngeren Generation angehören.

Bodo Ramelow und Peter Leicht erwiesen sich als gut aufgelegte Redner, die von den etwa 300 Jagdgenossen und Besitzern von Eigenjagden im Saal mehrfach Beifall erhielten. Auch beim aktuellen Thema der Forderung des grünen Koalitionspartners nach Stilllegung von Waldflächen, etwa am Possen (die Bauernzeitung berichtete), zu der Ministerpräsident Ramelow bemerkte, er bevorzuge wissenschaftliche Argumente statt der ideologisch geführten Debatten. Die bündnisgrüne Ministerin Siegesmund stelle Forderungen, die von der  zuständigen Ministerin Keller (Die Linke) abgelehnt würden. Das war eindeutig. Jagdvorsteher Werner Strecker aus der betroffenen Region in Nordthüringen hatte Ramelow zuvor auf die Folgen einer überzogenen Waldwildnis aufmerksam gemacht.

Der TVJE ist die mit Abstand mitgliederstärkste Interessenvertretung der Eigentümer jagdbarer Flächen in den neuen Bundesländern. Von etwa 1.700 Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirken gehören ihr auf freiwilliger Grundlage 901 mit fast 70 Prozent der Flächen an. Schulungen zur Führung des Jagdkatasters oder die Unterstützung bei der Wildschadenregulierung gehören zu den Dienstleistungen des Verbandes wie auch seit dem vergangenen Jahr die Rechtsberatung durch den Verbandsjuristen Markus Keubke. Peter Leicht teilte mit, dass der Verband aus der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) austrete, weil diese keinerlei Unterstützung gegenüber der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft gebe, die nur für die ostdeutschen Jagdgenossenschaften die Beiträge erhöhte, aber bislang keine Leistung erbrachte. Der Mitgliedsbeitrag für die BAGJE werde nun für die Unterstützung der Musterklage einer Jagdgenossenschaft aus Nordthüringen eingesetzt. Jagdvorsteher Albert Seifert, langjähriger Vizepräsident des TBV und Vertreter des Berufsstandes in der Berufsgenossenschaft für die Landwirtschaft (seit 2013 SVLFG – Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau), kritisierte diese scharf und rief zum Wechsel in die wesentlich günstigere Verwaltungs-Berufsgenossenschaft Erfurt auf.

Alle Teilnehmer erhielten vom ThüringenForst, Mitglied des Verbandes, als Andenken an diese besondere Verbandstagung einen Setzling der „Schlossbergfichte“, eine besondere Züchtung des Baumes des Jahres 2017. Und Bodo Ramelow für seinen Hund Attila, mittlerweile mindestens so berühmt wie sein Herrchen, einen stattlichen geräucherten Rinderknochen, verpackt und mit einer roten Schleife verziert.