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Wo steht die Thüringer Forstwirtschaft in 5 Jahren?

Forstpolitisches Forum zur Landtagswahl 2019
am 24. September 2019, 10:00 Uhr
in der Fachhochschule Erfurt, Altonaer Str. 25

Viele Wälder in Thüringen befinden sich aktuell in einem katastrophalen Zustand. Der vor kurzem von der Landesregierung beschlossenen “Aktionsplan Wald 2030” wird das forstpolitische Handeln in der nächsten Legislaturperiode bestimmen. Wie das genau aussehen kann, soll mit folgenden Kandidatinnen und Kandidaten für den nächsten
Thüringer Landtag diskutiert werden:

★ Mike Mohring – CDU, MdL, Landes- u. Fraktionsvorsitzender (angefragt)
★ Tilo Kummer – DIE LINKE , MdL, Vors. Umweltausschuss des Landtages
★ Robert Geheeb – SPD , wiss. Mitarbeiter SPD-Fraktion, Bürgermeister von Leutenberg
★ Stefan Möller – AfD , MdL, Landessprecher, Parlamentarischer Geschäftsführer AfD-Landtagsfraktion
★ Anja Siegesmund – Bündnis 90/DIE GRÜNEN , Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz,
★ Thomas L. Kemmerich – FDP , MdB, Landesvorsitzender

Moderation: Sebastian Jakob, mdr Thüringen

Die Anmeldung ist nur online unter https://forms.gle/FoC9PLMEZbmZkiJn6 möglich. Bitte kommen Sie nur mit bestätigter Anmeldung! Der Eintritt ist frei. Die Parkmöglichkeiten sind begrenzt – bitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Nähere Hinweise stehen in der Anmeldebestätigung.

Interessenverband wehrt sich gegen Jagdwertminderung

Neujahrsgespräch des Thüringer Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirkinhaber (TVJE) mit Politikern und Verbandsspitzen in Altengönna

Der Thüringer Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirkinhaber (TVJE) hat zum Neujahrsgespräch am 8. Januar 2019 in Altengönna bei Jena auf die Wahrung der Interessen der Flächeneigentümer gedrängt. TVJE-Präsident Peter Leicht machte gegenüber der Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller (Die Linke), und Abgeordneten von im Thüringer Landtag vertretenen Parteien deutlich, dass überzogene Forderungen seitens des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz sowie von Natur- bzw. Tierschutzverbänden unvereinbar seien mit der Wahrung der Eigentumsrechte. Beispiele hierfür seien die erfolgten oder beabsichtigten gesetzlichen Regelungen zum Naturmonument „Grünes Band“ oder zum Naturschutzrecht. Für die Inhaber jagdbarer Flächen drohe letztlich eine Jagdwertminderung, die dem Erhalt weiter Teile der Kulturlandschaft sowie dem Naturschutz entgegen stehe.

Zur Bilanz des Verbandes im vergangenen Jahr gehört die Initiative zur Gründung eines Schwarzwild-Kompetenzentrums, das seit dem Herbst beim Thüringer Bauernverband angesiedelt ist und Maßnahmen zur Vorbeugung der drohenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) koordiniert. Ministerin Keller sprach dem Verband dafür ihre Anerkennung aus. Ein weiterer Schwerpunkt der Verbandsarbeit war die umfangreiche Schulungstätigkeit für die Mitglieder sowie weitere Interessierte u.a. zu Fragen des Jagdrechts. Leicht machte auf die notwendige staatliche Unterstützung der Landwirte wie auch der Waldbesitzer, von denen viele dem Verband angehören, aufmerksam. Durch die Trockenheit des vergangenen Sommers erlitten sie erhebliche wirtschaftliche Einbußen. Die Waldbesitzer seien darüber hinaus durch vom Borkenkäfer verursachte Schäden betroffen.

Zum Neujahrsgespräch, das in der Gönnataler Putenspezialitäten GmbH in Altengönna, die zu den führenden Betrieben der Thüringer Ernährungswirtschaft auch in der Wildfleischvermarktung gehört, stattfand, nahmen die Präsidenten des Landesjagdverbandes Steffen Liebig, des Thüringer Bauernverbandes Dr. Klaus Wagner, des Waldbesitzerverbandes Jörg Düring sowie weitere Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer teil.  Weitere Gäste waren der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Thies, Vizepräsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, die Vorsitzenden der Landtagsausschüsse für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten sowie für Umwelt, Energie und Naturschutz, Egon Primas (CDU) und Tilo Kummer (Die Linke), und die Agrarpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Dr. Johanna Scheringer-Wright. Die Thüringer Agrarverwaltung vertrat Dr. Ingo Zopf als kommissarischer Leiter der Abteilung Landwirtschaft, Markt, Ernährung des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, das Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation dessen Präsident Uwe Köhler.

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Hintergrund:

Dem 1997 durch den Thüringer Bauernverband gegründeten TVJE gehören auf freiwilliger Grundlage 960 Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirkinhaber (60 Prozent) mit einer Fläche von 836.727 ha an. Der Verband unterstützt sie außer mit der politischen Interessenvertretung mit Dienstleistungen wie Schulungen zur Führung des Jagdkatasters oder der Unterstützung bei der Regulierung von Wildschäden. Die jährliche Mitgliederversammlung findet im Rahmen der Messe Reiten, Jagen, Fischen in Erfurt statt. In diesem Jahr ist sie am 30. März vorgesehen.  

Von links: Präsident Peter Leicht, komm. Abt. Ltr. Landwirtschaft Dr. Zopf und Ministerin Birgit Keller

 

Von links: Präsident Peter Leicht, Ministerin Keller und Renè Kolbe, Geschäftsführer der Pahren Agrar GmbH & Co. KG

 

Von rechts: Präsident Peter Leicht, Geschäftsführer Detlef Sommer und MdB Hans-Jürgen Thies (CDU)

 

Ministerin Birgit Keller (Die Linke)

 

Gesprächsrunde im Friedrich-Gottlob-Schulze-Saal der Gönnataler Putenspezialitäten GmbH

 

Gesprächsrunde im Friedrich-Gottlob-Schulze-Saal der Gönnataler Putenspezialitäten GmbH (Ausschnitt)

 

Bei Rückfragen:

Werner Wühst

Freier Journalist

Tel. 036695 21478

Mobil 0171 8060284

Mail: wuehst@t-online.de

Wolfsmonitoring beim Thüringer Bauernverband

Beim Thüringer Bauernverband (TBV) wird derzeit ein Wolfsmonitoring eingerichtet, welches ergänzend zum offiziellen Monitoring des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz Sichtungen und nicht gemeldete Risse sammelt. Auch Auffälligkeiten und Betroffenheitsberichte wer-den entgegen genommen, um die Entwicklung des Wolfsgeschehens in Thüringen zu dokumentieren. Melden kann sich jeder, vom Jäger, der vielleicht ein Foto mit seiner Wildkamera geschossen oder einen Wolf in seinem Revier gesichtet hat, bis hin zu Landwirten, Schäfern und Hobbytierhaltern, aber selbst-verständlich auch alle Bürgerinnen und Bürger. Entsprechende Meldungen richten Sie bitte per E-Mail (anne.byrenheid@tbv-erfurt.de) oder per Telefon (0361/ 262 532 05) an den TBV. Anne Byrenheid

Entschädigung für die Erlegung von Schwarzwild und den Einsatz von Jagdhunden

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat die Formulare zur Entschädigung des Einsatzes von Jagdhunden und der Erlegung von Schwarzwild veröffentlicht. Pro Stück erlegtes Schwarzwild werden 25,00 Euro gezahlt. Auch für den Einsatz von Jagdhunden werden nun 25,00 Euro je Hund gezahlt. Die Formulare sind beim Forstamt Sondershausen einzureichen und können nachfolgend runtergeladen werden:

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
https://www.thueringenforst.de/aktuelles-medien/aktuelle-meldungen/detailseite/vorbeugung-der-afrikanischen-schweinepest/

Abfrage TMIL zur Bedürftigkeit nach Liquiditätshilfe

Foto: TBV

Information

7. August 2018

Abfrage des TMIL zur Bedürftigkeit nach Liquiditätshilfe

Angesichts der angespannten Situation durch Hitze und Trockenheit in einzelnen Regionen sowie der zunehmenden Forderung nach Liquiditätshilfen, startet das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) heute, 7. August, mit seinen Landwirtschaftsämtern (LWA) eine Abfrage bei den Landwirtschaftsbetrieben. Die Abfrage dient zur Ermittlung der Bedürftigkeit nach Liquiditätshilfe, um das Ausmaß an finanziellen Mittel abschätzen zu können. Der Thüringer Bauernverband fordert nachdrücklich alle Landwirte auf, daran teilzunehmen und die Unterlagen per Telefax oder auf dem Postweg an das Landwirtschaftsamt, in dessen Zuständigkeitsbereich der Betriebssitz des Unternehmens liegt, bis zum 13. August zu übermitteln. Der Erhebungsbogen (Excel- oder PDF-Datei) einschließlich der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärungen ist zu finden unter: https://www.thueringen.de/th9/tmil/lawi/bf_duerre2018/index.aspx. Bitte achten Sie auf die Informationen Ihres zuständigen LWA und melden Sie Ihre Bedürftigkeit. Die Befragungsergebnisse sind nach Aussage des TMIL unabdingbar für eine Entscheidungsfindung von Bund und Land.            

 

Kontakt:  

Anja Nußbaum

Referentin für Agrarpolitik, Pflanzenbau und Erneuerbare Energien

Thüringer Bauernverband e. V.

Alfred-Hess-Straße 8, 99094 Erfurt

Telefon:           +49 361 262 532 06

Mobil:             +49 151 552 789 04

Fax:                 +49 361 262 532 25

E-Mail:            anja.nussbaum@tbv-erfurt.de

Präsidium beriet am Spaalhaus

Das Präsidium des Thüringer Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirkinhaber e.V. (TVJE) beriet am 02. Mai 2018 unter Leitung von Präsident Peter Leicht auf dem Gelände des Spaalhauses des Forstamtes Bad Berka. Ausgewertet wurde die Mitgliederversammlung von Mitte März auf der Messe in Erfurt. Entsprechend einer Anregung von Jagdgenossenschaften beschloss das Präsidium, die mitgroßer Mehrheit der Teilnehmer verabschiedete Beitragserhöhung bei Jagdgenossenschaften mit geringem Reinertrag in Härtefällen zu prüfen.

Zur Bildung eines „Schwarzwildkompetenzzentrums“ unter Verantwortung des Verbandes wurde kritisiert, dass die Zusage entsprechender finanzieller Mittel durch die Ministerien für Infrastruktur und Landwirtschaft sowie Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie trotz geleisteter Arbeiten durch den Verband bislang nicht eingehalten wurde.

Als neue Mitglieder im Verband wurden die Jagdgenossenschaften Heberndorf im Saale-Holzland-Kreis, Möckers im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und Haselbach im Landkreis Greiz aufgenommen.

Werner Wühst – Freier Journalist und Autor

Fotos: Wühst

 

Das Präsidium tagte auf dem Gelände des Spaalhauses.

 

Das Spaalhaus wurde im 19. Jahrhundert als Unterkunft für Waldarbeiter und zur Aufbewahrung von Sämereien und Gerätschaften errichtet. Diesen Zweck erfüllt es teilweise noch heute.
Auf dem Boden des 1381 erstmals erwähnten und 1492 als wüst bezeichneten Dorfes Spaal wurde 1725 ein Vorwerk errichtet, es wurde 1910 verlassen und teilweise abgebrochen. Spaal galt als die höchstgelegene Ansiedlung im Herzogtum Sachsen-Altenburg und war bis zur Enteignung 1945 im Eigentum der Familie Henckel von Donnersmarck mit Sitz auf Schloss Hirschhügel in Kuhfraß. Der Platz am Spaalhaus ist ein beliebtes Ziel von Wandergruppen. Etwa 500 m östlich steht der Wolfstein. Überliefert ist, dass ein Wolf im nahen Engerda ein Kind aus der vor einem Haus stehenden Badewanne geraubt und im Wald gefressen habe.

 

Hinweis: Weitere Informationen unter Tel. 036695 21478 (Autor) oder 0361 26253250 (Geschäftsstelle TVJE). Die Fotos sind unter Quellenangabe honorarfrei medial verwendbar.