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Weihnachtsbaumschlagen/-verkauf 2018

Heimische Bäume aus der Waldpflege liegen im Trend. ThüringenForst bietet Outdoor-Familien-Events zum Selberschlagen

Auch dieses Jahr bietet ThüringenForst wieder heimische Weihnachtsbäume zum „Selberschlagen“ an. In vielen der landesweit 24 Forstämter können Fichten, Kiefern und Douglasien im Wald vor Ort, oft bei Bratwurst und Glühwein, selbst ausgesucht und eingeschlagen werden – ein paar schöne Stunden mit der ganzen Familie an der frischen Luft inklusive.

Ebenso verkaufen die Forstämter ab Dezember frisch geschlagene Weihnachtsbäume in den ausgewählten Ämtern und Revierförstereien an Schnellentschlossene. Und eine weitere gute Nachricht: Die Preise für die Bäume aus dem Staatswald der Landesforstanstalt sind im Vergleich zum Vorjahr nur gering gestiegen.

Selbstgeschlagene Weihnachtsbäume liegen im Freistaat im Trend

„Von den durchschnittlich eine Million verkauften Weihnachtsbäumen im Freistaat stammen etwa 10.000 Bäume aus dem heimischen Staatswald“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Sie fallen entweder bei der alljährlichen winterlichen Waldpflege an oder stammen aus speziellen Aufforstungen auf Leitungs- oder unter Stromtrassen, wo aus Sicherheitsgründen Bäume nicht in die Höhe wachsen dürfen und deshalb bei Weihnachtsbaumgröße geerntet werden.

Vorteil des Weihnachtsbaumes direkt aus Försterhand: Die Bäume sind garantiert frisch geschlagen und halten deshalb lange ihre Nadeln, sie sind ökologisch unbedenklich da ungedüngt und nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, haben – da aus der Region – einen beruhigend kleinen ökologischen Fußabdruck und sind vergleichsweise preiswert. Nachteil: Weihnachts“mode“bäume wie Nordmanntanne, Blaufichte oder Nobilistanne sind keine heimischen Baumarten und deshalb selten im Angebot der Förster.

Zahl der importierten Weihnachtsbäume seit Jahren stetig sinkend

Vor zehn Jahren stammten noch rund 25 Prozent der in Deutschland verkauften 27 Mio. Weihnachtsbäume aus dem Ausland. Aktuell liegt der Anteil bei weniger als zehn Prozent. Stabil bleibt dagegen der Anteil der Nordmanntanne als mit Abstand beliebtester Weihnachtsbaum der Deutschen, vor der Blaufichte, Rotfichte und Nobilistanne.

Der Verbraucher tendiert dabei zu kleineren Baumgrößen bis 1,75 Meter. Vor wenigen Tagen eröffnete die deutsche Weihnachtsbaumkönigin Vanessa Frank offiziell die Weihnachtsbaumsaison 2018.

Wo, wann, wer und was unter www.thueringenforst.de

Die Fichte zum Selberschlagen kostet ab etwa 7 € pro laufendem Meter inkl. Einnetzen. In einigen Forstämtern wird zusätzlich Kamin- und Brennholz oder Wildbret angeboten. Alle weiteren Termine finden Sie unter thueringenforst.de/weihnachtsbaum

 

Termine der ThüringenForst-AöR

Region Forstamt Termin Wo und Wer?
NORD Thüringer Forstamt Heiligenstadt Weihnachtsbaumverkauf am Samstag, 15.12.2018, von 08-16 Uhr Pflanzgarten Greifenstein zwischen Großtöpfer und Pfaffschwende.

Förster Volker Nagel

0172-3480196

  Thüringer Forstamt Leinefelde Weihnachtsbaumverkauf am Sonntag, 16.12.2018, von 09-16 Uhr Forstbaumschule Breitenworbis, Im Lindey

Förster Gerald Hartmann

0172-3480239

MITTE Thüringer Forstamt Finsterbergen Weihnachtsbäume zum Selberschlagen: Wochenende 15./22./23.12. von 10-15 Uhr

und Werktags 17.-21.12. von

13-16 Uhr

Nähe Abzweig der B88 von Georgenthal nach Tambach-Dietharz, Ausschilderung folgen!

Förster Dirk Dubetz 0172-3480150

  Thüringer Forstamt Bad Berka Weihnachtsbaumverkauf am Samstag 15.12. bis Sonntag 23.12.2018 täglich von 10-16 Uhr Weihnachtsbaumplantage bei Blankenhain

Förster Andreas Bauchspieß

0172-3480113

  Thüringer Forstamt Erfurt-Willrode Reisigverkauf ab Samstag, 03.11.2018, jeweils Donnerstag von Freitag von 13 bis 17 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr bis zum 30.11.2018

Ab 01.12.2018 Weihnachtsbaum- und Reisigverkauf jeweils Montag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr bis zum 22.12.2018

Forsthaus Willrode bei Erfurt 036209-43020

 

oder

 

Försterin Uta Krispin 0172-3480308

  Thüringer Forstamt Erfurt-Willrode Weihnachtsmarkt am Samstag 08.12. und Sonntag, 09.12.2018, von 10 bis 17 Uhr Forsthaus Willrode bei Erfurt

036209-43020

  Thüringer Forstamt Erfurt-Willrode Weihnachtsbäume zum Selberschlagen am 08.12.2018 von 10-15 Uhr Forstrevier Espenfeld, Liebenstein, Gosseler Str.

Förster Martin Simons 0172-3480104

  Thüringer Forstamt Frauenwald 07.12. und 08.12. von 08.00 bis 15.30 Uhr. Gutscheinver-kauf zum Selberschlagen am 04.12. und 11.12. von 15.00 bis 18.00 Uhr im Sport- und Betriebsamt, Weimarer Straße 74 in Ilmenau Straße Unterpörlitz-Heyda am Kanapee (bei Ilmenau)

Förster Matthias Wetzel 0172-3480168

OST Thüringer Forstamt Gehren Schmuck- und Deckreisigmarkt am Sonntag, 11.11.2018 von 10-16 Uhr

 

Forstamt Gehren Töpfergasse 27 036783-8870
  Thüringer Forstamt Jena-Holzland Weihnachtsbäume zum Selberschlagen und Holzverkauf am Samstag, 15.12.2018, von 09-15 Uhr Forstrevier Hummelshain

Förster Bernd Raabe 0172-3480401

  Thüringer Forstamt Jena-Holzland Weihnachtsbaumsuchen am Samstag 08.12.2018 von 11-15 Uhr Revier Bad Klosterlausnitz, Wasserleitungsweg – Franzosenbüsche Weißenborn

Förster Dirk Hentze 0172-3480216

  Thüringer Forstamt Neustadt Weihnachtsbaumverkauf am Samstag, 15.12.2018, von 09-13 Uhr Sportplatz in 07407 Oberkrossen

Förster Maik Meißner 0172-3480322

  Thüringer Forstamt Weida Weihnachtsbaumverkauf am Samstag, 15.12.2018, von 08-13 Uhr Revierförstereien Greiz und Gommla

Schnarrtanne 2

07973 Greiz-Gommla

Försterin Bärbel Ruder 0172-3480415

Förster Uwe Ruder 0172-3480417

  Thüringer Forstamt Weida Weihnachtsbaumverkauf am Samstag, 15.12.2018, von 09-13 Uhr Forstbetriebshof Altenburg, An der Försterei 1, 04603 Nobitz, 0361-57412-8922
  Thüringer Forstamt Weida Weihnachtsbaumverkauf am Samstag, 15.12.2018, von 09-13 Uhr Forstbetriebshof Waldhaus, Waldhaus Nr. 7, 07987 Mohlsdorf-Teichwolframsdorf 0361-57412-8922
SÜD Thüringer Forstamt Schönbrunn Weihnachtsbäume zum Selberschlagen am Samstag, 15.12.2018, von 14-16 Uhr Forstrevier Nahetal

Förster Thomas Specht 0172-3480358

  Thüringer Forstamt Bad Salzungen Weihnachtsbäume zum Selberschlagen am Samstag, 08.12. und 15.12.2018, von 10-13 Uhr Einfahrt Kisselstraße bei Schweina/Gumpelstadt

Försterin Antje Jarski 0172-3480133

  Thüringer Forstamt Bad Salzungen Weihnachtsbäume zum Selberschlagen am Sonntag, 16.12.2018, von 09-12 Uhr Parkplatz Dietzbach bei Kambachsmühle/Springen

Förster Christian Bach 0172-3480130

Medieninformationen/Medieninformation-91-18-Termine-Weihnachtsbaumschlagen2018

Medieninformationen/Medieninformation-91-18_Weihnachtsbaeume 2018

Wolfsmonitoring beim Thüringer Bauernverband

Beim Thüringer Bauernverband (TBV) wird derzeit ein Wolfsmonitoring eingerichtet, welches ergänzend zum offiziellen Monitoring des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz Sichtungen und nicht gemeldete Risse sammelt. Auch Auffälligkeiten und Betroffenheitsberichte wer-den entgegen genommen, um die Entwicklung des Wolfsgeschehens in Thüringen zu dokumentieren. Melden kann sich jeder, vom Jäger, der vielleicht ein Foto mit seiner Wildkamera geschossen oder einen Wolf in seinem Revier gesichtet hat, bis hin zu Landwirten, Schäfern und Hobbytierhaltern, aber selbst-verständlich auch alle Bürgerinnen und Bürger. Entsprechende Meldungen richten Sie bitte per E-Mail (anne.byrenheid@tbv-erfurt.de) oder per Telefon (0361/ 262 532 05) an den TBV. Anne Byrenheid

Entschädigung für die Erlegung von Schwarzwild und den Einsatz von Jagdhunden

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat die Formulare zur Entschädigung des Einsatzes von Jagdhunden und der Erlegung von Schwarzwild veröffentlicht. Pro Stück erlegtes Schwarzwild werden 25,00 Euro gezahlt. Auch für den Einsatz von Jagdhunden werden nun 25,00 Euro je Hund gezahlt. Die Formulare sind beim Forstamt Sondershausen einzureichen und können nachfolgend runtergeladen werden:

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
https://www.thueringenforst.de/aktuelles-medien/aktuelle-meldungen/detailseite/vorbeugung-der-afrikanischen-schweinepest/

Abfrage TMIL zur Bedürftigkeit nach Liquiditätshilfe

Foto: TBV

Information

7. August 2018

Abfrage des TMIL zur Bedürftigkeit nach Liquiditätshilfe

Angesichts der angespannten Situation durch Hitze und Trockenheit in einzelnen Regionen sowie der zunehmenden Forderung nach Liquiditätshilfen, startet das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) heute, 7. August, mit seinen Landwirtschaftsämtern (LWA) eine Abfrage bei den Landwirtschaftsbetrieben. Die Abfrage dient zur Ermittlung der Bedürftigkeit nach Liquiditätshilfe, um das Ausmaß an finanziellen Mittel abschätzen zu können. Der Thüringer Bauernverband fordert nachdrücklich alle Landwirte auf, daran teilzunehmen und die Unterlagen per Telefax oder auf dem Postweg an das Landwirtschaftsamt, in dessen Zuständigkeitsbereich der Betriebssitz des Unternehmens liegt, bis zum 13. August zu übermitteln. Der Erhebungsbogen (Excel- oder PDF-Datei) einschließlich der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärungen ist zu finden unter: https://www.thueringen.de/th9/tmil/lawi/bf_duerre2018/index.aspx. Bitte achten Sie auf die Informationen Ihres zuständigen LWA und melden Sie Ihre Bedürftigkeit. Die Befragungsergebnisse sind nach Aussage des TMIL unabdingbar für eine Entscheidungsfindung von Bund und Land.            

 

Kontakt:  

Anja Nußbaum

Referentin für Agrarpolitik, Pflanzenbau und Erneuerbare Energien

Thüringer Bauernverband e. V.

Alfred-Hess-Straße 8, 99094 Erfurt

Telefon:           +49 361 262 532 06

Mobil:             +49 151 552 789 04

Fax:                 +49 361 262 532 25

E-Mail:            anja.nussbaum@tbv-erfurt.de

Präsidium beriet am Spaalhaus

Das Präsidium des Thüringer Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirkinhaber e.V. (TVJE) beriet am 02. Mai 2018 unter Leitung von Präsident Peter Leicht auf dem Gelände des Spaalhauses des Forstamtes Bad Berka. Ausgewertet wurde die Mitgliederversammlung von Mitte März auf der Messe in Erfurt. Entsprechend einer Anregung von Jagdgenossenschaften beschloss das Präsidium, die mitgroßer Mehrheit der Teilnehmer verabschiedete Beitragserhöhung bei Jagdgenossenschaften mit geringem Reinertrag in Härtefällen zu prüfen.

Zur Bildung eines „Schwarzwildkompetenzzentrums“ unter Verantwortung des Verbandes wurde kritisiert, dass die Zusage entsprechender finanzieller Mittel durch die Ministerien für Infrastruktur und Landwirtschaft sowie Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie trotz geleisteter Arbeiten durch den Verband bislang nicht eingehalten wurde.

Als neue Mitglieder im Verband wurden die Jagdgenossenschaften Heberndorf im Saale-Holzland-Kreis, Möckers im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und Haselbach im Landkreis Greiz aufgenommen.

Werner Wühst – Freier Journalist und Autor

Fotos: Wühst

 

Das Präsidium tagte auf dem Gelände des Spaalhauses.

 

Das Spaalhaus wurde im 19. Jahrhundert als Unterkunft für Waldarbeiter und zur Aufbewahrung von Sämereien und Gerätschaften errichtet. Diesen Zweck erfüllt es teilweise noch heute.
Auf dem Boden des 1381 erstmals erwähnten und 1492 als wüst bezeichneten Dorfes Spaal wurde 1725 ein Vorwerk errichtet, es wurde 1910 verlassen und teilweise abgebrochen. Spaal galt als die höchstgelegene Ansiedlung im Herzogtum Sachsen-Altenburg und war bis zur Enteignung 1945 im Eigentum der Familie Henckel von Donnersmarck mit Sitz auf Schloss Hirschhügel in Kuhfraß. Der Platz am Spaalhaus ist ein beliebtes Ziel von Wandergruppen. Etwa 500 m östlich steht der Wolfstein. Überliefert ist, dass ein Wolf im nahen Engerda ein Kind aus der vor einem Haus stehenden Badewanne geraubt und im Wald gefressen habe.

 

Hinweis: Weitere Informationen unter Tel. 036695 21478 (Autor) oder 0361 26253250 (Geschäftsstelle TVJE). Die Fotos sind unter Quellenangabe honorarfrei medial verwendbar.  

Mitgliederversammlung des TVJE am 17. März 2018 im Carl-Zeiss-Saal der Messe Erfurt

Viel Aufmerksamkeit und gelegentlich Applaus

 

Auf der Mitgliederversammlung des TVJE am 17. März wurden der Entwurf des neuen Jagdgesetzes und Regelungen zum vorgesehenen Naturmonument „Grünes Band Thüringen“ abgelehnt / Mitglieder beschlossen erstmalig nach zwei Jahrzehnten Beitragserhöhung

Die mehr als 200 Teilnehmer von Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirken, die sich trotz des winterlichen Einbruchs mit Frost, glatten Straßen und Schneeverwehungen am 17. März 2018 zur Mitgliederversammlung im Carl-Zeiss-Saal der Erfurter Messe aufgemacht hatten, erlebten einen informativen, teils recht kurzweiligen Vormittag, bevor sich viele von ihnen dem Besuch der 20. Messe Reiten-Jagen-Fischen widmeten. Passend zu den auf der Versammlung zuvor behandelten Themen, was das jagdliche Schießen, die Stände von Landesjagdverband, ThüringenForst und Jagdschule oder die Zubereitung von Wildgerichten durch Köche-Azubis der Ernst-Benary-Schule Erfurt angeht. Meinethalben auch Trophäenschau, Gebrauchshunde- und Greifvogelvorführungen oder das Angebot von Jagdhörnern und Hochsitzen. Hirschrufer nicht zu vergessen.

 

Um Konkretheit bemüht

Die 21. Mitgliederversammlung kam, anders als in zurückliegenden Jahren, ohne Ministerpräsident Bodo Ramelow oder die von der Grippe hingestreckte Ministerin Birgit Keller (Die Linke) und den ebenso erkrankten Vorsitzenden des Landtagsausschusses Egon Primas (CDU) aus, dafür bekundeten Staatssekretär Dr. Klaus Sühl vom Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft wie auch der Umweltausschussvorsitzende Tilo Kummer (beide Die Linke) nicht nur glaubhaft ihre Sympathie mit dem Verband, sondern äußerten sich auch zu mehreren aktuellen, bei weitem noch nicht geklärten Fragen. Sowohl im internen wie im öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung wurde die  Neufassung des Thüringer Jagdgesetzes, die Verbandskritik am Vorhaben „Naturmonument Grünes Band Thüringen“, aber auch die Reduzierung der Schwarzwildbestände zur Verminderung der Wildschäden und der Seuchenprävention diskutiert. Die Vorlagen hierzu lieferte Präsident Peter Leicht, der für seine fachlich auf den Punkt gebrachten wie auch zuspitzenden und gelegentlich unterhaltsamen Anmerkungen große Aufmerksamkeit und mehrfach Applaus erhielt. Auch der Bundestagsabgeordnete (und Jagdvorsteher) Albert Weiler (CDU) oder die Präsidenten von Landesjagdverband und Bauernverband, Jürgen Liebig und Dr. Klaus Wagner, waren um Konkretheit bemüht.

 

Nur eine lakonische Antwort

Mit einer massiven Kritik am Umweltministerium und Ministerin Siegesmund (Grüne) machte Präsident Peter Leicht deutlich, welchen Eingriffen das Eigentümerrecht ausgesetzt ist. Zur Anhörung über das Vorhaben „Nationales Naturmonument Grünes Band Thüringen“ war der Verband erst nach Intervention beim Vorsitzenden des Umweltausschusses, Tilo Kummer, eingeladen worden. Die Jagd sei nicht betroffen, war lakonisch mitgeteilt worden. Gemeinsam mit den anderen Nutzerverbänden wurde in der Anhörung der Gesetzentwurf abgelehnt, da mit dem beabsichtigten Schutzstatus viele Flächeneigentümer, auch zahlreiche Kommunen, betroffen wären.

Ebenfalls kritisch äußerte sich Leicht zur Novellierung des Jagdgesetzes. Im vorliegenden Gesetzentwurf seien die mehrfach diskutierten Änderungswünsche und erzielten Kompromisse nicht aufgenommen worden. Überzogenen Forderungen der Naturschutzverbände werde seitens der Regierung im Interesse des Koalitionsfriedens nachgegeben. Das Ergebnis werde nicht zuletzt Auswirkungen auf das künftige Wahlverhalten der Eigentümer haben.

 

An Bonmot von Struck erinnert

Sowohl Agrarstaatssekretär Dr. Klaus Sühl als auch der langjährige Landtagsabgeordnete Tilo Kummer gaben Einblicke in die Mechanismen der Landespolitik. Während Sühl bemüht war, pauschaler Kritik an Stadtbewohnern als Gegnern der Jagd die Schärfe zu nehmen („so doof sind die nun auch nicht“), bezog sich Kummer auf den von Leicht zitierten ehemaligen SPD-Prominenten und Bundesminister Struck, von dem das Bonmot stammt, kein Gesetz verlasse das Parlament, wie es hineingekommen sei, und machte deutlich, dass auch im Thüringer Landtag nicht jedes Gesetz, was die Regierung eingebracht habe, beschlossen wurde. Er bezog das auf das geplante Jagd- wie auch das Wassergesetz. Mancher dachte da wohl an die mit keinem Wort erwähnte vorerst gescheiterte Gebietsreform.

 

Interessenvertretung gesichert

Im internen Teil der Mitgliederversammlung waren neben den jagdpolitischen auch mehrere Themen des Verbandslebens behandelt und rege diskutiert worden. So begründete Präsident Leicht die Notwendigkeit der ersten Erhöhung des Jahresbeitrages seit zwei Jahrzehnten von 50 auf 65 Euro und des Hektarbeitrages von 2 auf Cent u.a. mit den steigenden Kosten für Bürotechnik, der Auslagerung der Buchhaltung, Steuerberatung, der umfangreicheren Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit oder der Minderung der Nettozuführung aus der Jagdabgabe. Zu Kosteneinsparungen habe der Austritt aus der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer gehört, deren Leistungen in keinem Verhältnis zur Beitragshöhe standen. Bis auf vier Gegenstimmen und acht Enthaltungen stimmten die Teilnehmer der Beitragserhöhung zu. Den Berichten von Präsidium, Geschäftsführung und Kassenprüfung sowie dem Vorschlag, Beate Misch als Nachfolgerin des aus persönlichen Gründen nicht mehr dem Präsidium angehörenden Niko Scheringer zu wählen, gaben alle Teilnehmer ihre Zustimmung. Und sicherten so die weitere Arbeitsfähigkeit ihrer Interessenvertretung.                                                        

 Werner Wühst

Freier Journalist

Jagdhornbläsergruppe „St. Hubertus Erfurt e. V.“

 

TVJE-Präsident hielt den Rechenschaftsbericht

 

Den Bericht der Kassenprüfer verlas Frau Beate Misch. Rechtsanwalt Uwe Ropte (vorne rechts) leitete die Versammlung.

 

Mehr als 200 Jagdvorsteher und Gäste nahmen an der Versammlung im Carl-Zeiss-Saal teil

 

 

Präsident Peter Leicht gratulierte Beate Misch zu Ihrer Wahl ins Präsidium als Nachfolgerin von Niko Scheringer

Staatssekretär Dr. Klaus Sühl (DIE LINKE) vertrat die an Grippe erkrankte Ministerin Birgit Keller und hielt ein Grußwort

Tilo Kummer (Die Linke), Vorsitzender des Landtagsausschusses für Umwelt, Energie und Naturschutz, setzte sich in seinem Grußwort kritisch mit Jagdgegnern im NABU Thüringen auseinander

Eberhard Krause aus Rüdersdorf (links) und Peter Müller aus Rohr erhielten für die langjährige Mitarbeit in Ihren Jagdvorständen die Ehrennadel des Verbandes

    

Zahlen & Fakten

 

Dem Verband gehören 915 Mitglieder mit einer jagdbaren Fläche von 8.309,22 Quadratkilometer (66 Prozent der Fläche insgesamt) an, 23  wurden 2017 aufgenommen.

Der TVJE war an jeweils sechs Anhörungen im Thüringer Landtag und sechs Beratungen des TMIL zum neuen Jagdgesetz beteiligt.

805 Mitglieder verfügen über das Jagdkataster, 747 haben es im vergangenen Jahr aktualisiert, 41 neu beantragt.

Es fanden 46 Winterschulungen und Schulungen zur Führung des Jagdkatasters sowie mehrere Weiterbildungsveranstaltungen statt.

Einvernehmlich konnten 14 Wildschadensverfahren geklärt werden.

Mit 2.000 Unterschriften wurde die Petition gegen die Stilllegung von Waldflächen unterstützt.

Hinweise:

Der Beitrag ist identisch mit einer Veröffentlichung in der Mitgliederzeitschrift „Der Thüringer Jagdvorsteher“, Heft 31, die am 31. März 2018 erscheint. Eine PDF der Zeitschrift (12 Seiten) steht ab 23. März auf Anforderung (wuehst@t-online.de) zur Verfügung. Sie enthält weitere Beiträge zur Afrikanischen Schweinepest, der Wildfleischverarbeitung sowie eine historische Betrachtung zum Wolf aus Sicht des „Tiervaters“ Alfred Edmund Brehm, an dessen Geburts- und Sterbeort Renthendorf bei Stadtroda derzeit das Museum neu gestaltet wird.. 

Fotos von der Mitgliederversammlung können tel. beim Autor angefragt werden (036695 21478). Eine Veröffentlichung von Text und Fotos ist honorarfrei.

Gera-Seligenstädt, den 20. März 2018

17 Uhr